Elternbrief

Wir danken Ihnen allen herzlich dafür, dass Sie sich gemeinsam mit Ihren Kindern in diese völlig neuartige Situation eingearbeitet haben, dass Sie manches ausgehalten haben und weiter aushalten, nach Kräften Ihre Kinder und damit auch uns unterstützt haben.

Doch ein Ende der besonderen Zeiten ist noch nicht in Sicht: in der Schule sind wir gerade dabei, uns in jeder Hinsicht neu zu ordnen und Wege für ein Miteinander „in Corona“ zu finden.

Wir möchten, dass Sie sich informiert und einbezogen fühlen. Deshalb stehen wir auch in festem Kontakt mit den Elternsprechern der Klassen und Kurse, natürlich auch mit den Schulelternsprechern.

Das Wichtigste möchten wir Ihnen allen in diesem Schreiben noch einmal nahebringen, damit Sie sich unser „neues Leben in der Schulgemeinschaft“ besser vorstellen können:

  • Die Schule hat ein Hygienekonzept vorgelegt, das u.a. bei halbstündigem Lüften erlaubt, den Mund -Nase-Schutz im Unterricht wegzulassen. Es besteht nunmehr Einigkeit zwischen Stadt und Schulen. Aktuelle politische Änderungen werden jederzeit bekanntgegeben, über E-Mail, die Website und durchaus auch über die schulische Sendeanlage.
  • Die in die Schule zurückkehrenden Schüler*innen werden an den Eingängen von Lehrkräften empfangen und auf die Regeln auf dem Schulgelände und in Fluren und Räumen hingewiesen. Die Schüler*innen sind bzw. werden zudem mit einem schriftlichen Verhaltenskodex ausgestattet.
  • Die Schüler*innen sind in ihren jeweiligen Klassenrahmen in Gruppen zu maximal 10 Personen aufgeteilt. Man sitzt an einem Tisch für sich.
  • Das oberste Gebot heißt Abstand. Aufsicht habende Lehrer*innen kontrollieren dies.
  • In den Räumen werden an jedem Stundenende Bänke und Stühle desinfiziert.

Stellen Sie bitte Ihre Kinder, wenn die Rückkehr in die Schule noch bevorsteht, auf die neuen Umstände ein; sprechen Sie zu Hause gemeinsam darüber, wie wichtig es ist, die Regeln einzuhalten und sich auch gegenseitig in den Lerngruppen daran zu erinnern, sei es auf den Schulwegen, in den Klassenräumen, beim Räder-Abstellen, auf den Fluren und dem Hof. Es geht um ein solidarisches Miteinander – Nähe auf Abstand.

Neben dem Einhalten der Hygieneregeln steht natürlich der Unterricht im Mittelpunkt: Im Moment arbeitet an jedem Schultag die Stundenplangruppe daran, wechselnde Pläne zu erstellen. Da alle Klassen geteilt werden, in den 10. Klassen „BLF- intensiv“ (→Die BLF-Termine für die 10. Klassen sind noch nicht bekannt.), in den 12. Klassen „Abitur-intensiv“ gelernt werden muss, da immer neue Klassenstufen zurückkehren, ist die Planungsarbeit höchst kompliziert. Wir möchten an dieser Stelle um Ihr Verständnis bitten, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können oder wenn manches am Anfang noch nicht richtig gut läuft.

Hinzu kommt, dass es innerhalb unseres Kollegiums auch Lehrkräfte gibt, die einer Risikogruppe angehören und nicht in der Schule, sondern weiterhin digital unterrichten. Deshalb erhalten einige Klassen im nun sogenannten „Präsenzunterricht“ neue Fachlehrer.

Wichtig ist es jetzt vor allem, auf den Lernstand der Schüler*innen einzugehen, festzustellen, was zu Hause erarbeitet wurde, Fragen aufgeworfen hat und noch gar nicht klappt. Gut wäre es, wenn die Kinder und Jugendlichen ihre Fragen, die sich beim Lernen zu Hause ergeben haben, sammeln und im Präsenzunterricht stellen. Ermutigen Sie Ihre Kinder dazu!  

Was die Notengebung betrifft, möchten wir Ihre Kinder und Sie beruhigen: Die Lehrer*innen versetzen sich auch hier in die Situation der Schüler*innen und werden zugewandt und individuellen Umständen entsprechend mit diesem Thema umgehen. In Klassenstufe 11 stehen hier noch Entscheidungen des Ministeriums aus. Sobald es diese gibt, informieren wir die Schüler*innen  darüber.

Parallel zum allmählich anlaufenden Unterricht  in der Schule gibt es weiterhin digitale Arbeitsfelder. Die Aufgaben findet man auf der Homepage unserer Schule, bei Moodle, erhält sie vom Fachlehrer oder über den Klassenleiter. Die digitale Arbeit befindet sich immer noch im Anfangsstadium. „Vor Corona“ fehlte es an verpflichtenden Fortbildungen und technischer Ausrüstung. Wir sind auch unter schwierigen Umständen bereit zu lernen, zu testen, anzupassen und wieder zu ändern. Wir organisieren Kollegentreffen auf Abstand, um uns weiterzubilden. Wir abonnieren digitale Plattformen. Konstruktive Kritik und Verständnis helfen  uns auch hier. Berichten Sie bzw. Ihre Kinder uns, wie das digitale Arbeiten läuft, was bremst, was hilft, worüber gesprochen werden muss. Setzen Sie sich bei Problemen mit Klassenleiter*innen, Kurslehrer*innen und Fachlehrer*innen in Verbindung. Nutzen Sie bitte die bekannten Dienst-Email-Adressen.

Unsere Klassen müssen zu allem anderen ebenfalls noch verkraften, dass es am Schuljahresende keine außerschulischen Unternehmungen geben wird: keine Klassenfahrten, keine gemeinsamen Unterrichtsgänge, kein Lernen am anderen Ort, keine Projektwoche mit Hoffest, keine Abschlussfeiern. Reden Sie bitte zu Hause auch darüber. Die Klassen können allerdings kreativ werden und über eine spezielle Zeugnisausgabe nachdenken – bei Einhaltung aller gebotenen Regeln. Ein konstruktives und verständnisvolles Miteinander „Schüler – Eltern – Lehrer“ bildet immer eine Basis dafür, den Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung angedeihen zu lassen; in diesen besonderen Zeiten ist das nötiger denn je.

Mit dem Ende des Schuljahres wird die schwierige Lernsituation auch nicht automatisch beendet sein, das ist uns klar. Also denken wir weiter: in Bezug auf den Stundenplan, die vielen organisatorischen Fragen, den Lehrereinsatz. Sie können sicher sein, dass bei allen Gedanken, die wir uns machen, bei allen schulischen Aktionen Ihre Kinder – unsere Schüler*innen – und deren Bildung im Mittelpunkt stehen.

Liebe Eltern, lassen Sie uns gemeinsam gut durch diese Zeiten kommen, damit wir gesund und tatkräftig bleiben.

Mit allen guten Wünschen,

die Lehrerinnen und Lehrer des Angergymnasiums 

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